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16.01.2013: Aus IGVT und IPF wird IGVP
Seit Januar 2013 heißt unser Institut "Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik und Plasmatechnologie IGVP". Das IGVP besteht aus insgesamt acht Gruppen, die jeweils von einem Gruppenleiter geleitet werden. Dazu gehören die bisherigen fünf Bereiche Medizinische, Biologische, Physikalische, Chemische und Umwelt-Grenzflächenverfahrenstechnik des Instituts für Grenzflächenverfahrenstechnik IGVT und die neu formierten drei Bereiche Plasmatechnologie, Mikrowellentechnologie sowie Plasmadynamik und -diagnostik des Instituts für Plasmaforschung IPF.
Bereits im Juli 2012 übernahm Professor Thomas Hirth, Ordinarius am Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik IGVT, die kommissarische Leitung des IPF. Mit Wirkung zum 9. Januar 2013 wird auf Beschluss des Senats und des Unirates der Universität Stuttgart das IPF in das IGVT eingegliedert und das gemeinsame Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik und Plasmatechnologie IGVP in der Fakultät Energie-, Verfahrens- und Biotechnik (Fakultät 4) der Universität Stuttgart gebildet.
Mit der Integration des IPF in das IGVT sind die plasmaphysikalischen Grundlagen komplettiert und mit der Plasmachemie und Plasmaverfahrenstechnik vereint. Die Arbeitsgebiete des IGVT und des IPF werden im Wesentlichen weitergeführt, die technologischen Aspekte der wissenschaftlichen Arbeit an Plasmen werden gestärkt. Die intensive Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching wird weitergeführt.
Die Internetauftritte sowohl von IGVT als auch von IPF bleiben so lange erhalten, bis die Angebote in Forschung und Lehre vollständig unter der neuen Subdomäne igvp.uni-stuttgart.de zusammengeführt sind.
29.06.2012: Eingliederung in das Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik
Das Institut für Plasmaforschung wird in das
Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik eingegliedert.
Es wird damit ein Wechsel von der Fakultät 8 in die Fakultät 4 stattfinden. Die kommissarische Leitung
hat Herr Prof. Dr. T. Hirth übernommen. Die Arbeitsgebiete der einzelnen Abteilungen werden im Wesentlichen
weitergeführt, wobei zukünftig eine verstärkte Hinwendung zur Plasmadiagnostik geplant ist.
Während einer Übergangszeit werden die Webseiten
www.ipf.uni-stuttgart.de weiterhin erreichbar sein.
06.08.2012: Fortschritte bei der "Solar Fuels" Herstellung
Das Institut für Plasmaforschung arbeitet in enger Kooperation mit dem
Dutch Institute for Fundamental Energy Research (DIFFER)
an der Herstellung sogenannter "Solar Fuels". Die Idee dahinter ist, dass überschüssiger Solar- oder auch
Windstrom verwendet wird, um einen gasförmigen oder flüssigen Brennstoff zu synthetisieren. Am IPF wird hierzu
als erster Schritt CO2 in einem Plasma in CO und O dissoziiert. CO ist neben H2 Hauptbestandteil
von Syngas, welches in städtische Gasnetze eingespeist werden kann.
In ersten Versuchen konnte gezeigt werden, dass es mittels Mikrowellen-Plasmen möglich ist fast 85%
des CO2 in CO zu konvertieren, wobei die Energieeffizienz dieses Prozesses bei etwa 25% liegt.
Eine Steigerung der Effizienz auf über 35% ist in diesen Tests mit einer Reduktion der Konversionsrate
verbunden.
| 21.06.2012: |
Antrag auf ein "Helmholtz Virtual Institut" mit dem Titel "Plasma Dynamical
Processes and Turbulence Studies using Advanced Microwave Diagnostics" genehmigt. |
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Das Virtuelle Institut positioniert sich strategisch zentral zwischen
grundlegender Forschung auf dem Gebiet der Plasmadynamik mit Relevanz für ein breites Themengebiet,
der gezielten Erforschung von Turbulenz in Fusionsplasmen sowie der Entwicklung neuartiger
Mikrowellendiagnostiken für diese Untersuchungen, die auch inhärente Vorteile beim Einsatz
in zukünftigen Fusionsanlagen aufweisen werden. Das VI bildet mit Partner aus unterschiedlichen
Disziplinen, aus Universitäten und Forschungsinstituten, ein
international herausragendes Kompetenzzentrum für Mikrowellentechnologie
sowie deren Anwendung und Interpretation in der Plasmaphysik zugründen.
Plasmadynamische Vorgänge spielen nicht nur in der Fusions- sondern auch in der
extraterrestrischen und astrophysikalischen Forschung eine zentrale Rolle. In den letzten
Jahren sind fruchtbare Zusammenarbeiten auf theoretischem Gebiet entstanden, in denen
Simulationsprogramme aus der Fusionsforschung zur Beschreibung astrophysikalischer Probleme zum
Einsatz kommen. Die experimentelle Überprüfung der verwendeten Modelle ist an den
Hochtemperaturplasmen in existierenden Fusionsexperimenten möglich, und soll
durch das VI intensiviert werden. Damit ist automatisch verbunden, dass auch zentralen
Fragestellung der Fusionsforschung, wie der turbulente Transport und die
Transportbarrieren, untersucht werden. Zur Entwicklung der für diese Untersuchungen geeigneten
Mikrowellendiagnostik bindet das VI Universitäts-institute mit elektrotechnischer Ausrichtung ein.
Expertise in Anwendung der Komponenten sowie in der Auswertung und Interpretation der
gewonnenen Daten bringen die am VI beteiligten nationalen und internationalen Partner
mit. Für die Beobachtung und Kontrolle von thermonuklearen Plasmen in zukünftigen
Fusionsexperimenten gehören insbesondere mikrowellenbasierte Diagnostiken, wie Radar oder
Reflektometrie, auf Grund ihrer guten Funktionalität unter hoher
Strahlenbelastung. Ein wichtiger Nebeneffekt ist also, dass durch dieses Virtuelle Institut
neuartige Mikrowelleninstrumente und Messkonzepte für die Bedürfnisse zukünftiger
Fusionsanlagen entwickelt werden können.
Das Bild zeigt die Einspeisung für eine neuartige frequenzgesteuerte Arrayantenne mit 32 Elementen,
die für Reflektometrieanwendungen entwickelt wird.
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| 28.07.2011: |
"International Doctoral College in Fusion Science and Engineering" genehmigt |
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Das Institut für Plasmaforschung ist einer von acht Partnern der Graduiertenschule
"International Doctoral College in Fusion Science and Engineering" (FUSION-DC) die jetzt
im Rahmen eines Erasmus-Mundus-Programms genehmigt wurde. Nur 10 von 140 gestellten
Anträgen waren dabei erfolgreich. Das Programm umfasst 40 Promotionsstipendien für Arbeit auf
dem Gebiet der Fusionsforschung, die teilweise an einem zweiten Standort durchgeführt werden,
sodass ein doppelter Abschluss (Cotutelle-Regelung) vergeben werden kann. Weitere
vollwertige Partner der Graduiertenschule sind die University of Gent, Université Henri
Poincaré (Nancy), Universidad Complutense and Universidad Carlos III de Madrid, Università degli
Studi di Padova, Instituto Superior Técnico (Lisbon), IRFM-CEA (Cadarache) und das MPI für
Plasmaphysik (Garching und Greifswald). Als assoziierte Partner kommen hinzu 11 renommierte
Institute aus China, Japan, Russland und den USA. Die mit dieser Genehmigung verbundene
Auszeichnung basiert auch auf der erfolgreichen Durchführung des internationalen
Master-Studiengangs FusionEP, der ebenfalls kürzlich um 5 Jahr verlängert wurde. FusionEP
wird im Fachbereich bereits seit 5 Jahren vom IPF geleitet und bringt Physikstudenten aus
der ganzen Welt nach Stuttgart.
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| 08.07.2011: |
Measurement of configurational effects on turbulent transport |
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Confinement improvement for future fusion devices could be achieved by choosing
appropriate magnetic field configurations in order to reduce turbulent transport. A
prerequisite for this approach is a detailed understanding of the interplay between
turbulent transport and magnetic field geometry. Recent studies in plasmas with a
complex field geometry at TJ-K shed light on this interplay.
At two toroidal positions with different properties of the magnetic field geometry,
the poloidal profiles of turbulent transport were found to have pronounced maxima in
a region of bad curvature where the highest growth rates for micro instabilities
could be expected. Keeping the shape of the magnetic configuration but reversing the
magnetic field direction shifted the turbulent transport maximum into a region of
positive geodesic curvature. These measurements demonstrate the sensitivity of
turbulent plasma dynamics on details of the magnetic field geometry.
Results are published in Physical Review Letters:
http://link.aps.org/doi/10.1103/PhysRevLett.107.025001
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| 03.05.2011: |
Posterpreis der DPG-Frühjahrstagung 2011 in Kiel an IPF Diplomanden |
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Der Posterbeitrag von Christian Kamm wurde auf der diesjährigen
Frühjahrstagung des Fachverbandes Plasmaphysik
der DPG mit einem Posterpreis ausgezeichnet. Herr Kamm beschäftigt sich im Rahmen seiner
Diplomarbeit mit Mikrowellen-Mikroplasma-Brennern unter Atmosphärendruck. Die Leistungszufuhr durch
Mikrowellen (bei 2.45 GHz) erlaubt höhere Elektronendichten bei geringeren Gasflüssen, als bei
Mikroplasma-Brennern, die auf anderen Zünd- und Heizmethoden beruhen. Mittels
Finite-Elemente-Simulationen konnte der Brenner dahingehend optimiert werden, bereits bei geringen
Leistungen von einigen 10 Watt zu zünden. Das Plasma wurde spektroskopisch untersucht und so die
Gastemperaturen und Elektronendichten ortsaufgelöst entlang der Plasma-Achse bestimmt. Die gezeigte
Abhängigkeit dieser Parameter von der Mikrowellenleistung erlaubt einen weiten Einsatzbereich des
Brenners, von medizinischen Behandlungen hin zu industriellen Anwendungen.
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| 24.03.2011: |
Zwei Arbeiten vom IPF unter den Highlights of 2010 von Plasma
Physics and Controlled Fusion |
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Am Ende jeden Jahres analysiert die Zeitschrift Plasma Physics and Controlled Fusion die
Zugriffszahlen auf die im Laufe des Jahres veröffentlichten Artikel. Für 2010 befinden
sich zwei Arbeiten vom IPF unter den 25 meist gelesenen Arbeiten. Bis Ende 2011 können
die Arbeiten kostenlos von der
Webseite der Zeitschrift bezogen werden.
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| 14.12.2010: |
IPF leitet EU-Projekt zur Entkeimung und Oberflächenreinigung von Lebensmittelverpackungen mittels Atmosphärendruckplasmen |
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Das Institut für Plasmaforschung koordiniert ab dem 01.01.2011 ein EU-Projekt im Bereich
der Forschung zum Nutzen von kleinen und mittleren Unternehmen. An dem Projekt, das in
der Plasmatechnologie angesiedelt ist, sind insgesamt acht Projektpartner aus fünf
europäischen Ländern beteiligt, darunter sechs kleine und mittlere Unternehmen. Das
Thema Lebensmitteltechnologie und -sicherheit steht im Mittelpunkt: Entwickelt wird ein
neuartiges Verfahren zur Entkeimung und Oberflächenreinigung von Lebensmittelverpackungen
unter Atmosphärendruckbedingungen. Die dabei zum Einsatz kommenden Plasmaprozesse bieten
entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Entkeimungsverfahren wie z. B. eine
verkürzte Prozessdauer infolge höherer Effizienz, einen geringeren Ressourceneinsatz und
eine gute Umweltverträglichkeit.
Bild: Tropfenverkeimung von Bacillus subtilis: Sporen in oberen Schichten bieten
darunter liegenden Sporen Schutz. Dies stellt für die Entkeimung eine besondere Herausforderung dar.
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| 29.10.2010: |
First observation of turbulent ion heating |
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Using laser induced fluorescence and passive spectroscopy on the
magnetically confined low temperature plasma in the stellarator TJ-K,
anomalous ion heating was observed for the first time. The power exceeds
that from collisional heating by a factor of up to five. Good quantitative
agreement with a model deduced from the dissipation of drift-wave turbulence.
The turbulent energy transfer into the ions could have important
consequences for the power balance of fusion plasmas.
The results have been published in
Phys. Rev. Lett. 105, 175004 (2010)
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| 24.03.2010: |
Heating at the upper hybrid resonance |
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Heating plasmas by means of microwaves is a widely used method in low and
high-temperature plasma devices. While the heating process in fusion plasmas is
well understood, the situation in low-temperature devices was unclear. This
heating process could be clarified by simulations and experiments on the
stellarators experiment TJ-K at IPF. The full-wave code IPF-FDMC, developed
at IPF, indicates absorption at the upper hybrid resonance (see figure). This
was confirmed by experimental results. For the first time it is shown that
the vacuum vessel plays an important role for an improvement of power absorption.
The dominant role for of the upper hybrid resonance for the heating process
has been clearly demonstrated. The results have been published in the highlighted
article PPCF 52(2010)035003.
The figure is on the journal's title page.
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| 15.10.2009: |
Interaction of current filaments in a DBD system |
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Self-organised structures in planar dielectric barrier discharges (DBD)
are a well known experimental phenomenon. The most common observed structures
consist of current filaments. The filaments are able to move along the
electrodes and to interact with each other, i. e. they show a particle
like behaviour.
In this article, the collision process of two current filaments and the
subsequent annihilation of one of the collision partners is investigated in
detail. Prior to the disappearance of one of the filaments, they form a
metastable molecule-like structure with a distinct filament distance. The
experiment is observed via the emitted light of the discharge and the space-
and time-resolved distribution of the surface charge. Therefrom, an internal
structure of the filaments could be revealed that apparently is connected to
the metastable quasi-molecule and hence can explain its occurrence. The
presence of such an inner structure of a current filament is a new aspect of
dielectric barrier discharges.
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| 25.06.2009: |
Entstehung von intermittenten Dichtefluktuationen auf mikroskopischer Skala |
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Erstmals konnte die Entstehung von intermittenten Dichtefluktuationen in der
Randschicht von magnetisch eingeschlossenen Plasmen auf mikroskopischer
Skala untersucht werden. Die Abbildung zeigt eine Dichteverteilung im Bereich des
Übergangs von geschlossenen zu offenen magnetischen Flächen. Die Messungen
wurden am Experiment TJ-K am IPF durchgeführt. Die Pfeile geben die
gemessene Strömungsgeschwindigkeit des Plasmas an. Für Driftwellen
charakteristisch, bilden sich Wirbel um Dichteminima und -maxima aus. Diese
führen dazu, dass im Aussenbereich ein Dichtemaximum neu entsteht.
Strukturen dieser Art werden in Fusionsexperimenten beobachtet und tragen
zur Belastung der das Plasma umgebenden Wand bei. Die Entstehung und der mit
ihr verbundene Energietransport sind wichtige Informationen für das
zukünftige Fusionsexperiment ITER.
Phys. Rev. Letter 102 (2009)255001
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| 25.05.2009: |
Excitation of long-range correlation under strong shear flows |
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One of the prority supported task agreements of the EFDA Transport TG is the investigation
of the role of long-range correlations during the development of edge transport barriers.
To simulate the conditions of edge transport barriers biasing experiments were carried out
in the torsatron TJ-K. Long-distance correlations of density and potential fluctuations are
investigated on a the poloidal circumference of flux-surface in TJ-K.
Shear flow as induced by biasing causes a strong increase in the long-distance correlation
of potential and density fluctuations. In the potential fluctuations, zonal-flow-like
modes are excited (Fig. a and b). The density long-distance correlation is dominated by
an m=3 mode (Fig. c and d). As a new feature a coherency analysis reveals also the existence
of m=0 density fluctuations. As an explanation, background profile fluctuations or a
turbulent zonal density drive are proposed.
The results are published in Phys. Plasmas 16, 042309 (2009).
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| 28.01.09: |
Dual turbulent cascade detected |
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Three- and two-dimensional fluid turbulence can be distinguished
by the direction of the exchange of energy between the different
spatial scales of fluctuations. In two-dimensional
fluid turbulence, which is relevant for magnetised plasmas, energy
is transported to larger scales. This is called an inverse
cascade, while the mean enstrophy goes a
direct cascade to smaller scales.
In TJ-K, the energy transfer between turbulent eddies of different scales
has been investigated experimentally. The dual cascade could be confirment.
The energy was found to cascades
to larger scales with the capability of driving large scale flows.
Non-local transfer was found (Figure) to play an important role in the
inverse cascade. The
underlying mechanism can be understood as an elongation and
thinning of small-scale eddies by eddies of larger scale. Large
eddies absorb smaller ones by coiling them up. The publication of the new
results has received the
IOP select status for the march issue of Plasma
Phys. Contr. Fusion.
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| 06.03.08: |
Demonstration einer Atmosphärendruck-Mikroplasmaquelle |
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In den letzten Jahren schritt die Miniaturisierung in der industriellen Produktion
rasch voran. Auch in der Medizin wird zunehmend Wert auf mikroinvasive Techniken
gelegt. Um diesen Trend fortzuführen, ist passendes Werkzeug unerlässlich. Sollen
nun sehr kleine Bereiche behandelt werden, ist es nötig, Plasmen mit sehr kleinem
Durchmesser zu erzeugen. Hierfür wurde eine Atmosphärendruck-Mikroplasmaquelle
entwickelt. Sie wird bei einer Frequenz von 2,45 GHz und einer Leistung zwischen
20 W und 100 W betrieben. Möglich ist die Verwendung verschiedener Gase wie zum
Beispiel Argon, Sauerstoff, Stickstoff oder Luft.
Im Bild: Argonplasma bei etwa 35 W Leistung, Durchmesser < 1 mm
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| 22.11.07: |
Hochleistungstest eines schnellen Kanalschalters für 140 GHz |

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Am IPF Stuttgart wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte
Physik in Nishnij Novgorod und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik,
Greifswald ein schneller Schalter für Millimeterwellen bei 140 GHz im
Megawatt-Bereich entwickelt. Der Schalter basiert auf einem schmalbandigen
Diplexer, der als Ringresonator aufgebaut ist; das Schalten wird durch
eine geringfügige Frequenzumtastung der Millimeterwellenquelle (ohne mech.
Bauteile) bewirkt.
Nach erfolgreichem Niederleistungstest am IPF wurde der Diplexer in eine
der Übertragungsleitungen des Elektron-Zyklotron-Heizsystems (ECRH) für
den zukünftigen Stellarator W7-X in Greifswald integriert und mit einem
der 140 GHz Gyrotrons mit ca. 0.6 MW getestet. Mit Hilfe eines am IPF
entwickelten Hochspannungsmodulators wird die Beschleunigungsspannung
des Gyrotrons moduliert, bei einem Modulationshub von 4 kV wird eine
Frequenzumtastung von 25 MHz erzielt. Damit konnte der Ausgangsstrahl
des Gyrotrons mit Frequenzen bis zu 20 kHz zwischen den beiden
Ausgangskanälen hin- und hergeschaltet werden (Schaltkontrast > 90 %).
Die Abbildungen zeigen den Aufbau des quasi-optischen Diplexers im
Strahlkanal des ECRH-Systems, sowie die Zeitspuren für
Beschleunigungsspannung, Gyrotronleistung und die Leistungen am Ausgang
des Schalters (RES. OUT u. NONRES. OUT).
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| 11.06.07: |
PhD-Preis der EPS an IPF-Doktoranden |
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Die Doktorarbeit von Navid Mahdizadeh wurde mit dem
"Plasma Physics PhD award 2007" der Europäischen Physikalischen Gesellschaft
ausgezeichnet. Herr Mahdizadeh konnte in seiner Arbeit erstmals eindeutig
nachweisen, dass die Turbulenz im Einschlussbereich eines fusionsrelevanten
Plasmas eine 3-dimensionale räumliche Struktur aufweist und damit dem Typ
der Driftwellenturbulenz zuzuordnen ist. Das Bild links zeigt die gemessene
Versetzung einer turbulenten Struktur senkrecht zum Magnetfeld. In 3 m
Entfernung parallel zum Magnetfeld schneidet die Struktur die Feldlinie.
Während die turbulente Struktur senkrecht zum Magnetfeld eine Ausdehnung von
einigen cm hat, erreicht diese parallel dazu 15 m. Das Ergebnis stimmt gut
mit der Simulation rechts im Bild überein.
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| 24.01.07: |
Messung der nichtlinearen Energietransfer-Funktion am Torsatron TJ-K |
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Mittels der von Ritz et al. und Kim et al. entwickelten Bispektralmethoden,
welche auf dem Modell der 3-Wellen-Wechselwirkung basieren,
wurde die turbulente Energiekaskade in Simulation und Experiment
von toroidal eingeschlossenen magnetisierte Plasmen untersucht.
Die verwendeten Methoden und Algorithmen wurden an simulierter
Hasegawa-Wakatani Turbulenz getestet und die analytisch erwartete
Wachstumsrate und Dipersionsrelation sowie die Richtung des Transfers
der Spektralen Leistung von Dichte- und Potentialfluktuationen
konnten gezeigt werden.
Die experimetelle Messung ist am Torsatron TJ-K durchgeführt worden.
Dazu wurde ein 8×8 Sonden-Array verwendet, so dass die Taylor
Hypothese hier für die Bestimmung des Energietransfers nicht notwendig
ist. Es konnte gezeigt werden, dass für Dichtefluktuationen die Freie Energie,
welche mit der Vorticity advektiert wird, in Richtung
der direkten Kaskade zu kleinen Skalen (zu sehen auf der linken Seite des
Bildes) und die E×B-Energie der Potentialfluktuationen (auf der rechten Seite zu sehen)
in Richtung der inversen Kaskade zu großen Skalen transportiert wird. Dies kann als
experimenteller Hinweis auf die duale Kaskade in magnetisierter Plasmaturbulenz
gesehen werden.
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| 29.08.2006: |
Erste Tests eines schnellen Kanalschalters für Hochleistungs-Millimeterwellen am IPF |

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Am IPF wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Physik in Nishnij
Novgorod und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald ein schneller Schalter
für Millimeterwellen bei 140 GHz im Megawatt-Bereich entwickelt. Der Schalter basiert auf
einem schmalbandigen Diplexer, der als Ringresonator aufgebaut ist; das Schalten wird durch
eine geringfügige Frequenzumtastung der Millimeterwellenquelle bewirkt.
Die aktuellen Messungen werden mit Netzwerkanalysatoren (im Milliwatt-Bereich)
durchgeführt; nach erfolgter Optimierung soll ein Test bei hoher Leistung (0,9 MW) am IPP
Greifswald erfolgen. Der erste Einsatz dieses Bauteils ist am Tokamak FTU in Frascati
geplant, wo er zur Stabilisierung von neoklassischen Tearingmoden (rotierenden Störungen
des Magnetfelds, "Inseln") eingesetzt werden soll. Dazu wird die Mikrowelle über zwei
Antennen ins Plasma eingestrahlt. Die Einspeisung in die Antennen wird synchron mit der
Frequenz der umlaufenden Inseln umgeschaltet, um eine maximale Unterdrückung der Moden
zu erzielen.
Die Abbildungen zeigen den vorläufigen Aufbau des quasi-optischen Diplexers, die
Transmissionskurven der beiden Ausgangskanäle (Theorie: blaue bzw. rote Linie, Messung:
schwarze Punkte) sowie Querschnitte durch die Gaußschen Ausgangsstrahlen.
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| 25.04.2006: |
Erstes freistehendes Plasma im MIWELKO |
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Bei der plasmatechnologischen Behandlung von Gütern, wie z.B. Beschichten und
Ätzen, sollen sämtliche anlagenspezifische Einflüsse vermieden werden. Dadurch
möchte man Störungen des Plasmas, wie Verunreinigungen und Abschattungseffekte,
weitgehend ausschalten. Herkömmliche Plasmaquellen müssen jedoch Elektroden
oder dieelektrische Fenster zur Erzeugung des Plasmas verwenden, welche die
Plasmaeigenschaften maßgeblich beeinflussen.
Ein neuartiges Quellenprinzip basiert auf der Konzentration von elektromagnetischen
Wellen in einer Brennachse, auf der die Zündfeldstärke erreicht wird. Dabei haben
sich Mikrowellen der Frequenz von 2,45 GHz durch ihre Wellenlänge und ihre
Verfügbarkeit als praktikable Energiequelle zur Plasmaerzeugung erwiesen. Der Name
der Plasmaquelle setzt sich dadurch aus Mikrowellenkonzentrator
-MIWELKO- zusammen.
Die Grundform basiert auf einem elliptischen Zylinder; in der einen Brennlinie
befindet sich die Mikrowellenantenne und in der anderen die Mikrowellenkonzentration,
welche das Plasma betreibt. Nach dem Zünden des Plasmas bleibt dieses stabil auf
der Brennachse, da sich um das Plasma ein Bereich niedrigerer Feldstärke befindet.
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| 13.09.2005: |
Europäischer Master-Studiengang genehmigt |
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Der im
ERASMUS Mundus Programm
beantragte europäische
Master-Studiengang mit dem
Abschluss "Master of
Nuclear Fusion Science and Engineering Physics" wurde jetzt von der
EU-Kommission genehmigt.
Während einer 2-jährigen Ausbildungen sollen internationale Studierende and
drei der fünf beteiligten Universitäten (Gent, Madrid, Nancy, Stockholm,
Stuttgart) Kurse hören und ihre Masterarbeit anfertigen.
Ziel ist eine forschungsnahe Ausbildung zu Wissenschaftlern, die auf dem
Gebiet der Fusionsforschung arbeiten können. Sie sollen helfen, den durch
den Bau des Fusionsreaktors ITER
erwarteten großen Bedarf an Fusionsforschern zu decken. Das Institut für
Plasmaforschung, das in der Fusionsforschung tätig und an ITER und anderen
Fusionsanlagen mit Programmen beteiligt ist, leitet das Programm für die
Physik der Universität Stuttgart.
Der Studiengang wird im Wintersemester 2006 anlaufen.
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| 24.06.2005: |
Erstes Plasma im Torsatron TJ-K am IPF |
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Vom 23. bis zum 25. 5. haben Kollegen der Universität Kiel und vom IPF
Stuttgart das Torsatron TJ-K bereits mit seiner Heizung und den Diagnostiken
vollständig aufgebaut. In den folgenden Wochen wurde dann der Anschluss an
die Magnetstromanlage realisiert. Am 24. Juni 2005 war es dann soweit: ein
Plasma zündete schon beim ersten Versuch. Damit können die
Experimente an TJ-K jetzt wieder aufgenommen werden.
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| 18.05.2005: |
Das Experiment TJ-K trifft am IPF ein |
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TJ-K ist ein
Fusionsexperiment vom Typ Torsatron, in dem Plasmen durch ein toroidales
Magnetfeld eingeschlossen werden. TJ-K wurde am Institut CIEMAT in Madrid
gebaut und 1999 an die Universität Kiel gebracht, wo es bisher betrieben
wurde. Von heute an steht TJ-K in der großen Experimentierhalle am IPF, wo
nach dem Wiederaufbau die Studien zum Plasmaeinschluss, zur Plasmaheizung
und zum turbulenten Transport weitergeführt werden. |
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